Emissionsreduktionsziele für Unternehmen: auf dem Weg zu einer nachhaltigen Zukunft
Hintergrund: Das Pariser Klimaschutzabkommen
Warum sich Unternehmen Emissionsreduktionsziele setzen
- Verantwortung übernehmen: Unternehmen können ihre Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft wahrnehmen, indem sie Maßnahmen ergreifen, um ihre eigenen Emissionen zu reduzieren und somit einen positiven Beitrag zur Bewältigung des Klimawandels leisten.
- Risikominderung: Durch die Reduzierung von Emissionen können Unternehmen ihr Risiko verringern, zukünftigen Umweltauflagen, rechtlichen Einschränkungen und reputationsbezogenen Problemen ausgesetzt zu sein.
- Innovation und Wettbewerbsvorteil: Unternehmen, die frühzeitig in nachhaltige Technologien und Praktiken investieren, können langfristig einen Wettbewerbsvorteil erzielen, indem sie sich als Vorreiter in ihren Branchen positionieren.
Carbon Accounting und das GHG Protocol: eine Grundlage für transparente Emissionsreduktion
Unterschiedliche Ziel-Ansätze: Bottom-up vs. Top-Down
Bottom-up-Ansatz: Der Bottom-up-Ansatz ist ein Potential-basierter Ansatz, drückt also aus, wie viel ein Unternehmen mit gegebenen Mitteln reduzieren kann. Zwar steigt so die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen ihre gesetzten Ziele erreichen. Sie können allerdings auch zu unterambitioniert sein, um die Unternehmensauswirkungen auf das Klima adäquat zu reduzieren, da hier eine Ausrichtung an anerkannte Standards nicht zwangsweise erfolgt.
Top-Down-Ansatz: Dieser Ansatz basiert auf globalen oder branchenspezifischen Zielen, die von internationalen Organisationen, Regierungen oder Verbänden festgelegt werden – oder anders gesagt: Wie viel muss ein Unternehmen reduzieren. Unternehmen passen ihre Ziele an diese übergeordneten Vorgaben an. Der Vorteil ist hierbei eine höhere Glaubwürdigkeit sowie ein angemessenes Reduktionsniveau.
Rahmenwerke zur Setzung von Unternehmenszielen
Science-Based Targets Initiative (SBTi): Das Rahmenwerk der SBTi unterstützt Unternehmen dabei, Ziele festzulegen, die wissenschaftlich fundiert sind und im Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens stehen. Es hat sich mittlerweile als de facto Standard für die Zielsetzung etabliert. Der Standard bietet hierbei allgemeine Ansätze, die alle Unternehmen nutzen können, sowie sektorspezifische Ansätze, für eine Reihe von homogenen Sektoren (z. B. Stahl, Zement, Transport). Mittlerweile haben sich schon ca. 4.000 Unternehmen ein Science-Based Target (SBT) gesetzt und weitere 2.000 sich zur Setzung verpflichtet. Zusammen repräsentieren sie etwa ein Drittel der globalen Wirtschaft.
ISO 14001: Diese internationale Norm für Umweltmanagementsysteme bietet einen strukturierten Ansatz für Unternehmen, um ihre Umweltauswirkungen zu reduzieren und ihre betriebliche Nachhaltigkeit zu verbessern. In diesem Kontext können Unternehmen auch Emissionsreduktionsziele setzen.
Fazit: Unternehmen müssen ihre Emissionen gezielt reduzieren
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