Green Claims richtig nutzen: 5 Tipps für eine glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation
Welche Aussagen sind zulässig – und welche nicht? Die Checkliste zur EmpCo Directive gibt Ihnen einen schnellen Überblick über die wichtigsten Anforderungen und Stolperfallen bei umweltbezogenen Werbebotschaften. Jetzt Whitepaper herunterladen!
Green Claims in a nutshell
Die wichtigsten Inhalte der Green Claims Directive:
- Umweltbezogene Aussagen müssen in Zukunft belegt und nach anerkannten wissenschaftlichen Standards bewertet werden.
- Hintergrundinformationen zu umweltbezogenen Claims müssen zusammen mit diesen veröffentlicht werden, in physischer Form, per Link oder mittels eines QR-Codes.
- Eigen-Siegel und -Label sind in Zukunft unzulässig. Umweltsiegel dürfen nur noch von unabhängigen Dritten vergeben werden. Neue öffentliche Systeme sind nur zulässig, wenn sie auf EU-Ebene entwickelt werden.
- Verstöße gegen die Richtlinie werden mit Sanktionen (inkl. Geldbußen) geahndet.
5 Praxistipps für den Umgang mit Umweltaussagen
- Korrektheit
- Überprüfbarkeit
- Verständlichkeit
- Beachten Sie den Wahrheitsgrundsatz – grüne Versprechen müssen den Tatsachen entsprechen.
- Prüfen Sie den Gesamteindruck: Nicht nur der Text zählt, auch die Produktgestaltung, Bildwelten, Töne etc. in der Werbung sind maßgeblich für die Frage, ob es sich um Greenwashing handelt.
- Hinterlegen Sie alle Umweltaussagen mit Proof Points – auf der Verpackung oder durch Verweise auf leicht zugängliche Landingpages!
- Stimmen Sie Ihre Claims auf die jeweiligen Zielgruppen ab und achten Sie konsequent darauf, dass Verbraucher keine Experten sind.
- Seien Sie präzise! Klare Begriffswahl, klare Bezüge, aussagekräftige Vergleiche.
Greenwashing ist laut UWG Irreführung – Unternehmen sollten jetzt handeln
Verbraucher:innen-Verbände und NGOs gehen auf Grundlage des UWG in den letzten Jahren vermehrt gegen Greenwashing vor. Und bekommen vor deutschen Gerichten Recht. So hat die Deutsche Umwelthilfe in zahlreichen medienwirksamen Rechtstreiten erwirkt, dass Unternehmen und Marken auf die Werbung mit dem Claim „klimaneutrales Produkt“ verzichten. Solche Rechtstreitigkeiten sind für die betroffenen Unternehmen nicht nur mit erheblichen Aufwänden und Kosten verbunden. Sie führen im schlimmsten Fall auch zu einem Reputationsverlust. Wer Schaden von seinem Unternehmen abwenden und Vertrauen stärken will, sollte deshalb frühzeitig handeln und seine Green Claims überprüfen.
Welche umweltbezogenen Aussagen sind heute und in Zukunft noch zulässig? Und wie kann ich Nachhaltigkeit sicher und vor allem glaubwürdig kommunizieren? Im Online-Workshop „Richtig werben mit Green Claims“ bekommen Sie die Antwort. Wir beleuchten die regulatorischen Rahmenbedingungen, analysieren gemeinsam Best Practices und geben Ihnen konkrete Praxis-Tipps für die Nachhaltigkeitskommunikation an die Hand. JETZT ANMELDEN.
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