UTOPIA-Studie: Die grüne Mitte

04.10.2023
Die Studie UTOPIA 2022 zeigt, wie Nachhaltigkeit den Konsum grundlegend verändert. Kern der Studie ist eine Typologie nachhaltigen Konsums. Dafür haben wir vier Parameter untersucht: die Konsumorientierung, das Informationsbedürfnis, das ökologische Problembewusstsein und die Nachhaltigkeitsorientierung der Befragten.

Was bei dieser UTOPIA-Studie anders ist

Bei den UTOPIA-Studien 2017 und 2020 haben wir uns darauf konzentriert, die Einstellungen, Erwartungen und Verhaltensweisen nachhaltigkeitsbewusster Konsument:innen tiefgehend analysieren zu können. Dafür haben wir UTOPIA-Nutzer:innen mit einem Online-Fragebogen zu nachhaltigem Konsum befragt: 2017 haben mehr als 6.000 Menschen an der Umfrage teilgenommen, 2020 waren es über 10.000. Diesen Ansatz haben wir auch für die UTOPIA-Studie 2022 gewählt – mit einem ähnlich großen Erfolg: 9.967 Teilnehmende haben unseren umfangreichen Online-Fragebogen ausgefüllt. 

Wir sind diesmal aber noch einen Schritt weiter gegangen. Die Bedeutung, die das Thema Nachhaltigkeit inzwischen in allen Gesellschafts- und Marktbereichen hat, veranlasste uns, zusätzlich zur Befragung der UTOPIA-Nutzer:innen noch eine Umfrage durchzuführen, deren Stichprobe für die Bevölkerung in Deutschland repräsentativ ist. Damit wollten wir herausfinden, wie die Bürger:innen über nachhaltigen Konsum denken und wie groß der Anteil der von uns identifizierten Konsumtypen in der Bevölkerung ist. 

Die Konsumtypen

Mit Hilfe unserer Analysen konnten wir sechs Konsumtypen identifizieren: 

  • die besonders nachhaltigkeitsorientierten KONSEQUENTEN (9 Prozent der Gesamtbevölkerung, 29 Prozent der UTOPIA-Nutzer:innen)
  • die GREEN SHOPPER, die nachhaltig und konsumorientiert sind (16 Prozent der Gesamtbevölkerung, 26 Prozent der UTOPIA-Nutzer:innen)
  • die nachhaltigkeitsbewussten BEDÄCHTIGEN, die nicht besonders an Inspiration und Neuem interessiert sind (16 Prozent der Gesamtbevölkerung, 22 Prozent der UTOPIA-Nutzer:innen)
  • die GELEGENTLICHEN, einerseits sehr problembewusst, andererseits aber auch bequem in puncto Nachhaltigkeit (22 Prozent der Gesamtbevölkerung, 13 Prozent der UTOPIA-Nutzer:innen)
  • die SORGLOSEN, konsumorientiert und weniger besorgt um Nachhaltigkeit, aber ansprechbar zu diesem Thema (17 Prozent der Gesamtbevölkerung, 8 Prozent der UTOPIA-Nutzer:innen) 
  • die ABLEHNENDEN, kaum an Nachhaltigkeit interessiert, preisbewusst und entscheidungssicher (20 Prozent der Gesamtbevölkerung, 2 Prozent der UTOPIA-Nutzer:innen). 

Nachhaltigkeit ist im Mainstream angekommen.

Das zeigt sich nicht nur in der Umsatzentwicklung nachhaltiger Produkte in unterschiedlichen Branchen, sondern auch in den Einstellungen der Bürger:innen. Das Problembewusstsein für Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz ist fest verankert, das Informationsbedürfnis zu den Themen ist hoch und der Wille, mit nachhaltigem Konsum etwas bewirken zu wollen, ist eindeutig vorhanden. Wenn Wissen und Einstellungen auf der einen und das Handeln als Konsument auf der anderen Seite noch auseinanderklaffen, liegt es auch an den Barrieren Mehrpreisbereitschaft und Mehraufwand. 
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