BAFA prüft Aurubis wegen möglichen Umwelt- und Menschenrechtsverstößen
Hintergrund ist ein aktueller Bericht der Tagesschau, in dem über die eingeleitete BAFA-Prüfung nach einer offiziellen Beschwerde berichtet wird.
Umweltkatastrophe in Mexiko rückt Lieferketten in den Fokus
Die aktuelle Beschwerde gegen Aurubis beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezieht sich direkt auf diese Vorgeschichte. Aurubis bezieht Kupfererz Konzentrat von Grupo Mexico – die Beschwerdeführer werfen dem Unternehmen vor, trotz bekannter Menschenrechts- und Umweltverstöße weiterhin mit dem umstrittenen Bergbaukonzern zusammenzuarbeiten. Die Romero Initiative, die die Beschwerde unterstützt, spricht von „massiven Versäumnissen in der Lieferkette“ und fordert eine umfassende Aufklärung.
Unternehmen unter wachsendem Handlungsdruck
Die Prüfung durch die BAFA zeigt, dass Sorgfaltspflichten in Lieferketten zunehmend ernst genommen werden – auch in Deutschland.
Nicht das erste Mal wurde aufgrund von extern eingereichten Beschwerden bei der BAFA eine anlassbezogene Prüfung durchgeführt. Bereits Anfang März 2025 hatte die BAFA laut SWR eine entsprechende Untersuchung gegen Aurubis eingeleitet – damals im Zusammenhang mit Lieferanten in Mexiko und Bulgarien, denen Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen wurden. Die Romero Initiative und PODER hatten kurz zuvor offiziell Beschwerde eingereicht. Auch in weiteren Fällen, etwa gegen Unternehmen wie REWE, EDEKA, Axel Springer oder Automobilkonzerne wie VW, BMW und Mercedes-Benz, kam es in der Vergangenheit zu Prüfungen auf Grundlage des Lieferkettengesetzes.
NGOs und Menschenrechtsorganisationen fordern daher, das Gesetz konsequent beizubehalten, bis eine EU-weite Regelung (CSDDD) in Kraft tritt.