Bio bleibt werbefähig: UWG-Reform schafft Klarheit

✅🔍 Jetzt Checkliste downloaden: Die wichtigsten Regeln zur EmpCo-DirectiveÂ
Bio-Standards gelten als Umweltleistung
ZukĂĽnftig dĂĽrfen allgemeine Begriffe wie „umweltfreundlich“, „nachhaltig“ oder „ökologisch“ nur noch dann verwendet werden, wenn der Werbende eine sogenannte „anerkannte hervorragende Umweltleistung“ nachweisen kann. Was genau darunter fällt, war lange unklar – die jetzt veröffentlichte GesetzesbegrĂĽndung schafft an dieser Stelle Klarheit.Â
Demnach gelten sowohl Produkte, die den Anforderungen der EU-Ă–ko-Verordnung entsprechen, als auch solche, die nach weitergehenden privaten Bio-Standards zertifiziert sind – etwa von Bioland, Demeter oder Naturland – als solche „hervorragenden Umweltleistungen“. Damit wird ein zentrales Anliegen der Bio-Branche aufgegriffen, die sich in den vergangenen Monaten aktiv in die politische Diskussion eingebracht hatte.Â
Ein breites BĂĽndnis von 55 Akteuren aus Handel und Verbänden, darunter Aldi SĂĽd, Rewe, Edeka, Lidl, Hipp, Bioland und die AöL, hatte im Sommer gefordert, dass Begriffe wie „boden- und gewässerschonend“ oder „ökologisch“ fĂĽr zertifizierte Bio-Produkte weiterhin erlaubt bleiben mĂĽssen. Diese Forderung wurde nun im Kabinettsentwurf berĂĽcksichtigt.Â
FĂĽr die Branche bedeutet das: Bio bleibt als klar gekennzeichnete Umweltleistung anerkannt und darf auch in Zukunft als solche kommuniziert werden – ein wichtiger Schritt fĂĽr rechtssichere, transparente Nachhaltigkeitskommunikation im Lebensmittelbereich.Â
Â
🔎 Welche Aussagen sind kĂĽnftig noch erlaubt? Unser FAQ zu Green Claims liefert praxisnahe Antworten auf häufige Fragen rund um Umweltaussagen wie „klimaschonend“, „nachhaltig“ oder „biologisch“.Â
Non-Food-Produkte bleiben Grauzone
Unklar ist weiterhin, wie allgemeine Umweltbegriffe bei Non-Food-Produkten bewertet werden – etwa bei Textilien wie Bio-Baumwolle. Da fĂĽr diese Produktgruppen keine spezifischen EU-Bio-Standards existieren, könnten Begriffe wie „Bio-Baumwolle“ kĂĽnftig nur dann zulässig sein, wenn ein anerkanntes Umweltzeichen wie das EU-Ecolabel vorliegt.Â
Umsetzung bis Herbst 2026
Die neuen Regelungen sollen ab dem 27. September 2026 gelten. Eine Ăśbergangsfrist von sechs Monaten ist vorgesehen. Der Gesetzentwurf befindet sich aktuell im parlamentarischen Verfahren.Â
🛡️ Was bedeutet die UWG-Reform konkret fĂĽr Ihre Kommunikation? Unser Hintergrundartikel erklärt die wichtigsten Ă„nderungen im UWG – inklusive Handlungsempfehlungen: Zum Ăśberblick UWG & WerbungÂ
Nachhaltige Insights & Wissenswertes.
Bleiben Sie nachhaltig auf dem Laufenden.Â
Sie wünschen sich Einblicke und Denkanstöße für eine nachhaltige Zukunft? Von Best-Practices über Trends und Wissen der unternehmerischen Nachhaltigkeit hin zu unseren Events und Angeboten für Sie. Abonnieren Sie unseren monatlichen Newsletter!










