EmpCo-Richtlinie: DUH kündigt konsequentes Vorgehen gegen „Trittbrettfahrer“ an
07.05.2026
Wenige Monate vor dem Inkrafttreten der neuen EU-Regeln für grüne Werbung schärft die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ihren Kurs und sendet ein klares Signal an Unternehmen, Nachhaltigkeitsbotschaften konkret und belastbar zu kommunizieren. In einem Interview mit der Lebensmittelzeitung vom 30. April 2026 legt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch dar, wie die Organisation ab dem 27. September gegen irreführende Umweltwerbung vorgehen wird.
Für Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsleistungen kommunizieren, ist diese Ankündigung eine wichtige strategische Klärung. Die Zeit für unbelegte umweltbezogene Aussagen endet damit absehbar.
Für Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsleistungen kommunizieren, ist diese Ankündigung eine wichtige strategische Klärung. Die Zeit für unbelegte umweltbezogene Aussagen endet damit absehbar.
Orientierung für die Überarbeitung der Kommunikation
Basierend auf dem Interview in der Lebensmittelzeitung (Paywall) hat die DUH eine klare Strategie für die Durchsetzung der neuen Regeln, die Unternehmen in den kommenden Monaten zu Rate ziehen können:
- Kommunikation konsequent überarbeiten: Die DUH wird nicht nur auf Beschwerden reagieren, sondern den Markt proaktiv durch Stichproben prüfen. Das unterstreicht die Notwendigkeit für Unternehmen, ihre gesamte Nachhaltigkeitskommunikation auf den Prüfstand zu stellen.
- Klare Verstöße sind ein hohes Risiko: Bei Verstößen gegen das neue Recht für Umweltwerbung kündigt die DUH an, alle rechtlichen Möglichkeiten konsequent zu nutzen. Die bisherige Bilanz der Organisation ist eindeutig: Seit 2022 hat die DUH rund 200 Verfahren wegen Greenwashings eingeleitet und in den circa 30 Fällen, die zu einem Urteil führten, ausnahmslos gewonnen.
- „Altbestände“ müssen nicht vernichtet werden: Eine wichtige Entwarnung gibt es für Unternehmen, die sich um bereits produzierte Verpackungen sorgen. Resch signalisierte, dass man mit Augenmaß vorgehen und nicht gegen Unternehmen vorgehen werde, deren Verpackungsmaterial nachweislich schon vor längerer Zeit produziert wurde.
- Nachhaltigkeit bleibt Chance zur Positionierung: Gleichzeitig stellt die DUH klar, dass das Verschweigen von Nachhaltigkeitsbemühungen („Green Hushing“) aus Angst vor Fehlern keine Lösung sei. Die Organisation fordert explizit eine weiterhin stattfindende, aber ehrliche und transparente Kommunikation.
Jetzt gilt es: Nachhaltigkeitskommunikation zukunftsfähig aufstellen
Die Haltung der DUH ist unmissverständlich: Es geht nicht darum, die Kommunikation über Nachhaltigkeit zu unterbinden, sondern sie auf eine ehrliche, belegbare und transparente Basis zu stellen. Jürgen Resch betont die Notwendigkeit dieses Schrittes:
„Trittbrettfahrerei auf Kosten ehrlich kommunizierender Betriebe lassen wir nicht durchgehen. Bei Verstößen werden wir alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen.“
– Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, im Interview mit der Lebensmittelzeitung.
Für Unternehmen bekräftigt dies die strategische Notwendigkeit, die eigene Kommunikationsstrategie jetzt zu überprüfen. Spätestens ab September muss jede umweltbezogene Aussage – von „umweltfreundlich“ über „biologisch abbaubar“ bis hin zu eigenen Umweltsiegeln – einer kritischen Prüfung standhalten und lückenlos belegbar sein.
Die Ankündigungen der DUH sind somit eine wichtige Leitplanke, die zeigt, wie entscheidend eine glaubwürdige und wasserdichte Nachhaltigkeitskommunikation für den zukünftigen Markterfolg sein wird.
Die Ankündigungen der DUH sind somit eine wichtige Leitplanke, die zeigt, wie entscheidend eine glaubwürdige und wasserdichte Nachhaltigkeitskommunikation für den zukünftigen Markterfolg sein wird.
Quelle und vollständiger Artikel:
https://www.lebensmittelzeitung.net/politik/nachrichten/oeko-marketingrecht-umwelthilfe-kuendigt-harte-linie-bei-umweltwerbung-an-190767
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