EUDR-Verschiebung
Überblick: Was bedeutet die erneute EUDR-Verschiebung?
Doch wie viele andere Nachhaltigkeitsgesetze bleibt sie von regulatorischer Unsicherheit geprägt – insbesondere durch die inzwischen mehrfach vorgeschlagenen EUDR-Verschiebung.
Diese betrifft alle Unternehmen, die mit Rohstoffen wie Holz, Kaffee, Kakao, Palmöl, Soja, Rind oder Kautschuk handeln und somit Nachweispflichten erfüllen müssen.
🚨UPDATE 26.11.2025: EUDR soll um 12 Monate verschoben werden – was die heutige Entscheidung für Unternehmen bedeutet
Aktueller Stand der EUDR-Verschiebung
Aktueller Stand:
Am 26. November 2025 bestätigte das Europäische Parlament die Verschiebung auch formal — damit wird die EUDR als nicht wie ursprünglich geplant Ende 2024 oder zuletzt vorgeschlagen Ende 2025, sondern nun erst Ende 2026 wirksam.
Timeline EUDR aktueller Stand:
- Große und mittlere Unternehmen: Start erst am 30. Dezember 2026
- Klein- und Kleinstunternehmen (KKU): Start erst am 30. Juni 2027
Für Unternehmen stellt sich damit erneut die Frage: Wie planbar ist Regulierung eigentlich – und was heißt diese erneute Verschiebung konkret für das eigene EUDR-Setup?
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Für überschaubare Lieferketten muss die Verschiebung kein Nachteil sein: Unternehmen mit einer überschaubaren Zahl von (von der EUDR betroffenen) Rohstoffen oder klaren Lieferketten können die zusätzliche Zeit gewinnbringend nutzen:
Ressourcen breiter planen, Prozesse sauber aufsetzen, Best Practices der Early Movers übernehmen. SAIM unterstützt Sie dabei gerne.
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Frühere EUDR-Verschiebung 2024: Was damals beschlossen wurde
Der formale Beschluss erfolgte dann erst im Dezember 2024, nur wenige Wochen vor dem geplanten Start. Diese späte Entscheidung führte bereits damals zu massiver Kritik von Unternehmen und Verbänden, die sich mehr Planungssicherheit wünschten. Mit dem neuen Vorschlag droht nun eine Wiederholung dieses Szenarios.
Gründe für die Verschiebung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR)
Diese Defizite sind laut Kommission der Hauptgrund für den erneuten Aufschub. Kritiker:innen vermuten jedoch, dass auch politischer Druck aus Wirtschaft und Handel eine Rolle spielt, wobei sich die EUDR-Verschiebung in den aktuellen Trend zur Deregulierung einreiht.
Politische und wirtschaftliche Reaktionen auf die EUDR-Verschiebung
Umwelt- und Klimaschutzorganisationen dagegen warnen vor einem Rückschritt im Wald- und Klimaschutz. Sie sehen die Begründung als Vorwand und sprechen von einem „politischen Einknicken“ gegenüber Wirtschaftsinteressen. Der WWF und andere NGOs kritisieren, dass so „Millionen Hektar Wald pro Jahr weiter gefährdet“ bleiben. Ins Feld geführt wird auch, dass bereits viel Geld in den Start der EUDR investiert wurde. Wie die Verbände fordern sie Klarheit in der Sache.
Was bedeutet die EUDR-Verschiebung für Unternehmen?
Unternehmen sollten die Zeit nutzen, um:
- interne Due-Diligence-Systeme zu finalisieren,
- Geodaten-Erfassungsprozesse im GeoJSON-Standard aufzubauen,
- Lieferanten-Audits zu digitalisieren,
- und die FAO FRA 2025-Daten (Forest Resources Assessment, veröffentlicht am 21. Oktober 2025) für eigene Risikobewertungen zu integrieren.
Diese Maßnahmen sind nicht vergeudet – im Gegenteil: Wer jetzt vorbereitet ist, erfüllt die Anforderungen unabhängig vom endgültigen Starttermin.
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Ausblick: Chance für Nachbesserungen statt reine Fristverlängerung
Wirtschaftsverbände fordern, die gewonnene Zeit für strukturelle Reformen zu nutzen – etwa für
- vereinfachte Berichtspflichten,
- technische Interoperabilität zwischen nationalen Datenbanken und
- praxisnahe Schwellenwerte für Kleinstmengen
Eine reine Fristverlängerung ohne Verbesserungen würde dagegen nur den bürokratischen Stillstand verlängern. Für Unternehmen eröffnet die Verschiebung somit die Chance, eigene Systeme proaktiv zu optimieren, bevor neue Pflichten endgültig greifen.
Fazit: EUDR-Verschiebung schafft keine Pause, sondern Druck
Die EUDR stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen, bietet aber auch Chancen, sich als Vorreiter für nachhaltigen Handel zu positionieren. Eine mögliche EUDR-Verschiebung sollte genutzt werden, um die Einhaltung sicherzustellen – für den Schutz der Wälder und der eigenen Marktposition.
Sprechen Sie uns an – wir zeigen Ihnen, wie Sie Klimaschutz und Entwaldungsschutz erfolgreich in Ihrer Unternehmensstrategie verankern.
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FAQ zur EUDR-Verschiebung
Warum ist die EUDR jetzt relevant?
- Nachhaltigkeitsdruck wächst: Die EUDR ist ein Eckpfeiler der EU-Nachhaltigkeitsstrategie. Sie ergänzt bestehende Richtlinien wie die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und verschärft die Erwartungen an Unternehmen.
- Ruf und Wettbewerb: Die Erfüllung der Anforderungen stärkt das Vertrauen von Stakeholdern und schafft Wettbewerbsvorteile.
- Vorbereitung auf strenge Kontrollen: Die verlängerte Übergangszeit bietet Unternehmen die Chance, Compliance-Systeme zu etablieren und erste Maßnahmen umzusetzen.
Wie sollten Nachhaltigkeitsverantwortliche handeln?
- Internes Wissen über die neuen Anforderungen aufbauen.
- Systeme zur Risikobewertung und Dokumentation etablieren.
- Lieferketten prüfen und Rückverfolgbarkeit sicherstellen.
- Berichte und Prozesse mit anderen Nachhaltigkeitsvorgaben wie der CSRD abstimmen.
Wann wurde die EUDR offiziell verschoben?
Warum wurde die EUDR verschoben?
Wann tritt die EUDR nach der Verschiebung in Kraft?
Was bedeutet die EUDR-Verschiebung für Unternehmen konkret?
Gab es schon eine frühere EUDR-Verschiebung?
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