ESG-Reporting: Bertelsmann Studie belegt den unterschätzten Wert von Nachhaltigkeitsberichten
Die Studie macht deutlich, dass ESG-Reporting weit über das reine Endprodukt hinausgeht. Es fördert organisatorische Veränderungen, systematisiert Datenerhebung und ermöglicht Unternehmen, Entscheidungen datenbasiert zu treffen. Dadurch werden Strategien klarer, Investitionen besser begründbar und, in einzelnen Fällen, öffnet sich sogar der Zugang zu Aufträgen oder Kapital.
Wirkmechanik und betriebswirtschaftliche Effekte
- Effizienzsteigerungen: Energie- und Ressourceneffizienzpotenziale werden aufgedeckt, Datensilos konsolidiert, ineffiziente Maschinenläufe oder teure Altverträge identifiziert.
- Erweiterte strategische Steuerung: Unternehmen legen klare Ziele, KPIs und Verantwortlichkeiten fest, fokussieren auf wirkungsstarke Themen.
- Besseres Risikomanagement: Umwelt- und Sozialrisiken werden systematisch erfasst; Governance-Strukturen stärken die Krisenfestigkeit.
- Zugang zu Kunden: Für viele Unternehmen wird Reporting zur „Eintrittskarte“ für Ausschreibungen.
- Zugang zu Kapital: Banken und Investoren fordern zunehmend ESG-Daten.
- Arbeitgeberattraktivität: Interne Zusammenarbeit und Austausch steigen; Recruiting und Bindung profitieren von einer klaren Nachhaltigkeitspositionierung.
Darüber hinaus liefert die Studie auch eine Cost/Benefit-Analyse der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) und des Voluntary Sustainability Reporting Standard for SMEs (VSME), die Unternehmen bei der strategischen Bewertung der Berichterstattungsstandards unterstützt.
ESG-Reporting als strategischer Hebel
- Kosten und Nutzen systematisch bewerten: Wo werden bereits Effekte sichtbar, wo schlummert ungenutztes Potenzial?
- Reporting als Management-Instrument einsetzen: Prozesse frühzeitig in Unternehmensstrategie und Governance integrieren.
- Digitale Werkzeuge und Leitfäden nutzen: Zum Beispiel den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) für konsistente und effiziente Datenarbeit.
- Daten aktiv weiterverwenden: Informationen sollten nicht in der Schublade bleiben, sondern in Strategie, Entscheidungen und Stakeholderkommunikation einfließen.