CDP-Rating & CDP-Score 2026: Bedeutung, Anforderungen und Verbindung zur CSRD
Was ist das CDP? Die Organisation hinter den Ratings
Die Mission: Zusammen mit anderen Marktteilnehmern will CDP (übrigens nicht zu verwechseln mit IT-gestützten Customer Data Platforms) sowohl Unternehmen als auch Organisationen motivieren, ihre Umweltauswirkungen offenzulegen – und Maßnahmen zu ergreifen, um diese zu reduzieren.
Die CDP-Ratings sollen dazu Transparenz schaffen, über die Bewertung Veränderung bewirken und diesen Fortschritt messbar machen. Die Offenlegung der CDP-Scores erfolgt jährlich über das zentrale CDP-Portal. Die CDP-Berater von SAIM können Ihnen dabei helfen. Sprechen Sie uns an.
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Lesen Sie in diesem Blogbeitrag:
- Der CDP-Score & das CDP-Ranking: Top-Standard im Klima-Reporting
- Gründe für ein CDP-Rating
- CDP-Fragebogen: So funktioniert das CDP-Rating
- Der vierstufige CDP-Score
- Relevante Dokumente und Anforderungen für das CDP-Rating
- Vom CDP-Fragenbogen abgedeckte Kategorien
- ESRS vs. CDP: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
- CDP-Score: ein Rating mit Mehrwert
- CDP-Rating: Berichtszyklus für 2026 startet bald
Der CDP-Score & das CDP-Ranking: Top-Standard im Klima-Reporting
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Gründe für ein CDP-Rating
Die Gründe dafür sind je nach Unternehmensgröße, Branche und Rolle in der Wertschöpfungskette unterschiedlich. Doch bei CDP-Ratings gilt das Motto „Write once, use many“ – und einmal offengelegte Daten sind vielfältig nutzbar:
Zugang zu Kapital:
Investoren, Banken und Finanzdatenanbieter wie Bloomberg, MSCI oder Goldman Sachs greifen auf CDP-Scores zurück, um Anlage- und Kreditentscheidungen zu treffen. Ein gutes Rating kann hier Türen öffnen.
Wettbewerbsvorteile:
Ratingagenturen, Medien, NGOs und Geschäftspartner nutzen CDP-Scores zur Bewertung von Nachhaltigkeitsleistung und Reputation – wer gut abschneidet, stärkt seine Position am Markt.
Zugang zu Käufern:
Unternehmen wie Microsoft oder Walmart nutzen die CDP-Offenlegung, um Lieferketten zu bewerten und Ausschreibungen zu steuern. Ein positives Rating kann hier den Unterschied machen.
Regulatorische Absicherung:
Auch Beratungen und Behörden verwenden CDP-Ratings, um Unternehmen auf Compliance-Anforderungen vorzubereiten – von der CSRD bis hin zu branchenspezifischen Pflichten.
So wird das CDP-Rating zunehmend zum strategischen Instrument, mit dem Unternehmen sich Marktzugang und Finanzierungen sichern.
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CDP-Fragebogen: So funktioniert das CDP-Rating
- Klimawandel (Climate Change):
Das Kernstück der CDP-Berichterstattung für die meisten Unternehmen. Hier geben Sie detaillierte Informationen zu Treibhausgasemissionen (Scope 1, 2 und zunehmend Scope 3), Klimarisiken und -chancen, Reduktionszielen sowie zur Integration des Klimaschutzes in die Unternehmensstrategie an. - Waldschutz (Forests):
Maßnahmen gegen globale Entwaldung. Für das CDP-Rating legen Sie offen, wie Sie die Risiken im Zusammenhang mit Schlüsselrohstoffen wie Holz, Palmöl, Rindfleischprodukten und Soja managen (siehe auch EUDR). - Wassersicherheit (Water Security):
Umgang mit Wasserressourcen, vor allem in wasserarmen Regionen oder bei wasserintensiven Prozessen. Hier geben Sie Daten zu Wasserentnahme, -verbrauch, Einleitungen und damit verbundenen Risiken an.
Plastik oder Biodiversität werden zwar auch abgefragt, fließen aber noch nicht ins CDP-Rating ein. 2026 kam zudem Ozeane als neues Thema hinzu, wird aktuell aber auch noch nicht bewertet.
Der vierstufige CDP-Score
📶 Disclosure (Bewertung D/D-):
Diese Stufe prüft, ob Unternehmen überhaupt grundlegende Umweltdaten offenlegen. Wer hier punktet, zeigt erste Transparenz – allerdings ohne Anspruch auf Tiefe oder Qualität. Ein CDP-Score von D/D- markiert den Einstieg ins Thema, signalisiert aber noch keine systematische Auseinandersetzung mit Umweltfragen.
📶 Awareness (Bewertung C/C-):
Hier zählt, ob das Unternehmen Umweltaspekte erkennt, ihre Relevanz für das eigene Geschäftsmodell versteht und erste Bewertungen dazu vornimmt. Es geht darum zu zeigen: „Wir haben die Zusammenhänge erkannt.“ Konkrete Maßnahmen sind noch nicht notwendig – aber ein fundiertes Problembewusstsein.
📶 Management (Bewertung B/B-):
Unternehmen müssen nachweisen, dass sie Umweltaspekte aktiv steuern – mit Prozessen, Zuständigkeiten, Zielen und Verankerung in der Unternehmensstrategie. Wer mit diesem CDP-Score punktet, hat begonnen, Prozesse im Unternehmen zu verändern – und kann das auch belegen.
📶 Leadership (Bewertung A/A-):
Unternehmen, die diese CDP-Bewertung erreichen, setzen Maßstäbe. Sie gehen über Standards hinaus, setzen Best Practices um und zeigen messbare Wirkung.
Um in die nächste Stufe aufzusteigen, sind zwei Dinge notwendig: Unternehmen müssen definierte Mindestpunktzahlen (Thresholds) über den gesamten Fragebogen hinweg in der jeweils erreichten Bewertungsstufe erzielen, um überhaupt für die nächsthöhere Stufe in Betracht gezogen zu werden. Für die Ebenen Management und Leadership wird zudem eine Sektor-spezifische Gewichtung angesetzt.
Zusätzlich müssen spezifische, wesentliche Kriterien (Essential Criteria) für die jeweilige Stufe erfüllt sein, die sicherstellen, dass fundamentale Aspekte abgedeckt sind. Nur wenn beides gegeben ist, wird die nächsthöhere Stufe erreicht, andernfalls bleibt der Score auf der aktuellen oder einer niedrigeren Stufe begrenzt.
Grundlage für das gesamte Rating sind ausschließlich die vom Unternehmen im CDP-Fragebogen offengelegten Informationen und Daten. Der finale CDP-Score wird als Buchstabe von A bis D- vergeben. Verschiedene Umweltbereiche (Klima, Wälder, Wasser) werden dabei separat bewertet, auch wenn die Fragen in einem integrierten Fragebogen enthalten sind.
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Relevante Dokumente und Anforderungen für das CDP-Rating
Für Unternehmen ist es teils eine Herausforderung, stets auf dem neuesten Stand zu bleiben, neue inhaltliche Anforderungen zu erfüllen und Informationen nach Umstrukturierungen korrekt im Fragebogen zu platzieren.
Die wichtigsten Dokumente sind dabei die CDP Scoring Methodology (Bewertungsmethodik) und die dazugehörige Reporting Guidance (Leitfaden zur Berichterstattung):
- Die Scoring Methodology schlüsselt detailliert auf, worauf es bei den Antworten ankommt und wofür Punkte vergeben werden.
- Die Guidance ergänzt dies durch weiterführende Erklärungen und gibt oft wichtigen Aufschluss darüber, was insbesondere Textantworten für eine gute Bewertung umfassen müssen.
- Es empfiehlt sich dringend, beide Dokumente immer gemeinsam zu verwenden, da die Scoring-Methodik allein oft nicht die ganze Geschichte erzählt.
Die CDP-Dokumente sind auf der CDP-Website verfügbar.
Vom CDP-Fragenbogen abgedeckte Kategorien
- Governance (Zuständigkeiten, Anreize),
- Risiken und Chancen (Prozesse, Identifizierung, Bewertung, Management),
- Strategien und Ziele (z. B. bezogen auf Reduktion von Emissionen oder Wasserverbrauch, Quoten für zertifizierte Rohstoffe),
- Umweltdaten (z. B. Emissionen, Wasserverbrauch) sowie
- Aspekte der Wertschöpfungskette (z. B. Lieferantenmanagement, Zusammenarbeit mit Kunden).
Nicht alle Unternehmen müssen alle Fragen beantworten; die angezeigten Fragen hängen oft von vorherigen Antworten ab (‚Routing‘).
Zu den Kerninhalten, die für das Klimamodul des CDP-Rating detailliert abgefragt und bewertet werden gehören beispielsweise: Wissenschaftsbasierte Klimaziele (SBTs bzw. deren Äquivalente), Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen, das Risikomanagement in Anlehnung an die Empfehlungen des TCFD (Task Force on Climate-related Financial Disclosures), spezifische Wasserkennzahlen sowie Angaben zur Beschaffung von konversionsfreien Rohstoffen (relevant für Waldschutz).
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ESRS vs. CDP: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Wichtige Themenbereiche im Kontext Klima, die in beiden Systemen abgefragt werden, umfassen unter anderem:
- die Berichterstattung über Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen,
- die Offenlegung der Governancestruktur für Nachhaltigkeitsthemen,
- die Beschreibung von Risikomanagementprozessen und identifizierten Risiken/Chancen,
- die Angabe von Klimazielen und deren Fortschritt,
- Informationen zum Klimaübergangsplan (Climate Transition Plan),
- die Nutzung von Szenarioanalysen bei der Risikobewertung,
- sowie Angaben zu Investitionsplänen (CapEx) für die Transformation zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft.
Der wesentliche Unterschied zwischen CDP und CSRD liegt jedoch in der Zielsetzung und Funktion:
- CDP agiert als etabliertes, freiwilliges Reporting-Instrument, das die eingereichten Informationen nutzt, um eine Bewertung (CDP-Rating) der Nachhaltigkeitsleistung (CDP-Score von A bis D-) vorzunehmen.
- CSRD/ESRS hingegen sind regulatorische Standards, die primär darauf abzielen, über einen Nachhaltigkeitsbericht vergleichbare Transparenz über Nachhaltigkeitsaspekte zu schaffen, ohne damit schon eine ausdrückliche Leistungsbewertung im Sinne eines Ratings durchzuführen.
Trotz dieses Unterschieds kann die Teilnahme am CDP-Reporting Unternehmen effektiv bei der Vorbereitung auf die CSRD-Berichtspflichten helfen. Da sich viele Datenpunkte in beiden Systemen ähneln, erlaubt es die systematische Datenerfassung für CDP sehr häufig, dieselben Informationen auch für die ESRS-Berichterstattung zu nutzen.
Zudem hilft das CDP-Rating Unternehmen dabei, ihren Reifegrad im Umweltmanagement einzuschätzen und Lücken zu identifizieren, die auch für die umfassende Erfüllung der ESRS relevant sein können.
CDP-Score: ein Rating mit Mehrwert
Gleichzeitig bleibt das CDP-Rating, gerade wegen der CSRD-Berichtspflicht für viele Unternehmen, eines der zentralen globalen Reporting-Instrumente: weit verbreitet, breit akzeptiert und eng verzahnt mit künftigen regulatorischen Anforderungen.
Der Offenlegungsprozess geht dabei über reines Reporting hinaus. Er hilft Unternehmen, zentrale Nachhaltigkeitsthemen vorausschauend zu bearbeiten, intern zu verankern und ihre Strategie gezielt weiterzuentwickeln.
Über die reine Pflichterfüllung oder Marktanforderung hinaus ist CDP aber auch ein wertvolles strategisches Werkzeug. Es ermöglicht Unternehmen, Transparenz zu zeigen und ihre Fortschritte im Umweltmanagement glaubwürdig nach außen zu kommunizieren.
Ein gutes Rating kann die Reputation stärken, Vertrauen bei Stakeholdern aufbauen sowie die Nachhaltigkeitskommunikation und ein Next-Level-Reporting maßgeblich unterstützen.
CDP-Rating: Berichtszyklus für 2026 startet bald
Im Folgenden ein kompakter Überblick darüber, was sich für Unternehmen ändert:
- Standards & Rahmenwerke: Fragen und Leitlinien wurden aktualisiert und an TNFD, SBTN, EMF, GRI sowie das GHG Protocol angeglichen, um eine konsistente Ausrichtung an den führenden Nachhaltigkeitsrahmenwerken sicherzustellen.
- Ocean: Mit neuen Angaben zum Thema Meere (freiwillig als Opt-in-Option) erweitert CDP seine Umweltthemen künftig auch auf marine Ökosysteme.
- Water Security: Die Fragen zu Abwasserbehandlung und Schadstoffmanagement wurden überarbeitet und durch sektorspezifische Vereinfachungen ergänzt.
- Plastics: Neue Fragen sorgen für eine vollständige Angleichung an das Global Commitment der Ellen MacArthur Foundation; eine Opt-in-Möglichkeit zu Plastik ist – analog zu Ocean – ab sofort verfügbar.
- Forests: Die Fragen wurden überarbeitet, um die Bewertung von Kakao, Kaffee und Kautschuk zu vereinheitlichen. Zusätzlich gelten aktualisierte Berichtsanforderungen für „no-deforestation“– und „no-conversion“-Ziele.
Auch beim Scoring wird es in diesem Jahr einige Anpassungen geben. CDP betont jedoch, dass sowohl die Scoring-Methodik als auch die Essential Criteria im Zyklus 2026 weitgehend stabil bleiben.
Als CDP-Beratung rät SAIM: Nutzen Sie die möglicherweise durch Verschiebungen bei der CSRD-Einführung gewonnene Zeit und fokussieren Sie sich jetzt auf eine fundierte Teilnahme am CDP-Rating. Damit leisten Sie nicht nur wertvolle Vorarbeit für die kommende verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung, sondern positionieren sich auch aktiv gegenüber wichtigen Stakeholdern im laufenden Jahr. Beginnen Sie zeitnah mit der Vorbereitung!
▶ Die CDP-Berater von SAIM haben mehr als 10 Jahre Erfahrung beim Thema CDP-Rating und CDP-Score und unterstützen Sie gerne bei der Teilnahme. Kontaktieren Sie uns einfach.
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